Im Interview: Frau Sobieraj

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Name: Sobieraj

Vorname: Sylvia

Geburtstag: 19.02.

Lehrer seit: 1983

Fächer: Musik, Deutsch

Hobbys: singen, musizieren

Lebensmotto: Wie es auch sei, das Leben, es ist gut. (J.W.v.Goethe)

Selbstbeschreibung in 5 Worten: Was ich beginne, ziehe ich durch. (Schade, 6 Wörter)

Ich möchte wiedergeboren werden als: Italienerin!

Inkognito: Sie haben es zu Ihrem Beruf gemacht, Jugendliche für Musik zu begeistern. Weshalb ist Musik so wichtig für Sie? Was ist dran an Musik, daß sie eigentlich allen Menschen etwas bedeutet?

Frau Sobieraj: Musik hat immer etwas mit Gefühl zu tun. Sie dringt bis in die Seelen der Menschen vor, deshalb bedeutet Musik allen Menschen irgend etwas. Musik ist mein seelischer Ausgleich. Besonders froh bin ich, wenn jemand so musiziert, dass mir die Musik "unter die Haut" geht.

Inkognito: warum werden zeitgenössige Strömungen wie Dancefloor oder Hip Hop nicht im Musikunterricht behandelt? Fällt so etwas nicht mehr unter den Begriff Musik?

Frau Sobieraj: Natürlich ist das auch Musik. Leider bleibt für so junge Strömungen immer wenig Zeit. Ja, wenn es in Sachsen allerdings ein 13. Schuljahr gäbe, dann...

Inkognito: Alles ändert sich - wie wird Musik in 100 Jahren klingen?

Frau Sobieraj: Ich denke, die elektronischen Klangerzeuger werden weiter auf dem Vormarsch sein. Es entstehen neue musikalische Gattungen, alte verschwinden. Musik aus vergangenen Jahrhunderten wird neu und frei interpretiert werden. So wie es einige Schüler aus 11mu3 und 12mu2 zur letzten Leistungskontrolle getan haben. (Das ging unter die Haut, nicht nur mir.)

Inkognito: Gibt es eine Zukunft für Live-Konzerte, in einer Zeit, in der Eintrittskarten sündhaft teuer sind und Konservenmusik immer billiger und einfacher zugänglich wird, vielleicht sogar bald jederzeit aus dem Internet runtergeladen werden kann?

Frau Sobieraj: Live-Musik kann auch durchs Internet nicht ersetzt werden. Die Atmosphäre bei einem Live-Konzert ist einmalig. Dies ist sicher auch ein Grund, dass viele Leute teure Eintrittskarten in Kauf nehmen.

Inkognito: Themawechsel: Wie würden Sie als Lehrerin, die größtenteils in NP unterrichtet, die Beziehungen zwischen Striesen und der Außenstelle bewerten?

Frau Sobieraj: Zwischen Striesen und Niederpoyritz bestehen gute Beziehungen. Beide Schulen sind eben das Joseph-Haydn-Gymnasium.

Inkognito: Finden Sie, dass unsere Schule diesem verpflichtenden Namen gerecht wird?

Frau Sobieraj: Seit vielen Jahren versuche ich, mit meiner musikalischen Arbeit diesem Namen gerecht zu werden. Ich möchte auch an die intensiven Bemühungen um das musische Profil erinnern. Aber leider...

Inkognito: Jetzt haben Sie die Gelegenheit, etwas los zu werden, das Sie der Welt schon immer mal sagen wollten:

Frau Sobieraj: Ein Spruch für den Abi-Jahrgang 2000:

Auch mit Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.

Inkognito: Vielen herzlichen Dank für das Interview. Zum Schluß möchten wir Sie als Fachfrau nur noch bitten, einen kleinen Beitrag zu unserem Titelthema zu leisten und kurz darzulegen, wie Sie sich die Anfänge der Musik vorstellen.

Frau Sobieraj: Also: Früher dachten die Menschen, Musik sei göttlichen Ursprungs. Ich denke, so unrecht hatten sie nicht. Ein Hauch davon ist bei unseren Konzerten in der Weinbergkirche zu spüren. Übrigens, seit 1992 wurde 16 mal in der Kirche musiziert. Das heißt, 2 Konzerte pro Schuljahr. Eine Schülerin des Jahrgangs 12 war bei 14 Konzerten dabei. Das verdient meine Hochachtung! An dieser Stelle möchte ich alle aktiven Musiker unseres Gymnasiums grüßen und ihnen für ihren engagierten Einsatz danken. Einen lieben Gruß sende ich auch an mein tolles Team in NP .

Zurück zum Thema! Musiziert wurde bereits in der Antike (Anm. D. Red.: Frau Sobieraj belehrte ihren Grundkurs, dass das weit vor der Steinzeit sei.), auf der Grundlage diatonischer Tonreihen. Wie es weitergeht, erfahrt ihr im Grundkurs Musik Klasse 11. Ich hoffe, ich habe euch neugierig gemacht.

Eure Frau Sobieraj