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SPORTLICHES

Nichtsahnend saßen Sophia, Daniel und ich (Helena) im Klassenraum, als Herr Günther mit ernster Mine herein kam, verräterisch auf uns zeigte und sagte, wir söllten nach der Stunde zu ihm kommen. Mit einem flauen Gefühl im Magen gingen wir nach der Stunde in sein Zimmer und setzten uns auf seine Aufforderung hin. Wir dachten an sonst was, doch erleichtert und gut gelaunt kamen wir 5 Minuten später wieder heraus, denn Herr Günther hatte uns nur mitgeteilt, dass vom 19. - 20.06.99 eine Paddeltour stattfinden sollte. Als wir am Samstag um 9.00 Uhr zum Bootshaus kamen, trafen wir manche bekannten Gesichter. Es waren fast mehr Gepäckstücke als Paddler da, aber gegen 10.15 Uhr waren die Boote beladen und nachdem unser Steuermann Herr Barthel noch allen anderen geholfen hatte, fuhren auch wir drei los. Seltsamerweise waren wir auf der ganzen Fahrt das letzte Boot. Es kann nur am falschen Boot, an den falschen Paddeln, an der zu schweren Beladung mit Gepäck, aber auch am Steuermann gelegen haben. Gegen 15.00 Uhr kamen wir nach etlichen Pausen und Symbiosenbildungen mit Aileen und Daniela in Coswig an. Unsere Zelte durften wir auf dem Gelände eines Bootshauses aufbauen. Während es manche wenig später schon wieder aufs Wasser zog, zogen es die Autoren vor, eine weitere Pause einzulegen und Karten zu spielen. Über dem Wasser waren Slalomtore aufgehängt. Doch aus dem Slalomspielen wurde bald eine andere Absicht, nämlich so viele andere Boote wie möglich zu kentern. Trotzdem wagte ich mich mit Aileen auf's Wasser (mit dem fürs Kentern berühmte Boot "Titanic") und prompt lagen wir wenig später im kühlen (eher kalten) Naß. Nachdem alle durchgeweicht aus dem Ausläufer der Elbe kamen und geduscht hatten, konnte Herr Barthel seine Grillkünste beim Abendessen beweisen. Nach dem ausgiebigen Knoblauchessen seine einige wieder in die Boote gesprungen, wobei eine beim Einsteigen erneut in den Genuss kam, in der Elbe zu "baden". Bis Mitternacht haben wir dann noch gequatscht, Karten gespielt oder auch gesungen. Zum Frühstück am nächsten Morgen hatten alle etwas mitgebracht. Außer an Sitzplätzen fehlte es an nichts. Nachdem sich einige noch mal dem Kenterspiel vom Vortag widmeten, wurden die Boote gepackt und es ging weiter nach Meißen. Selbst auf dieser kurzen Strecke machten wir etliche Pausen, denn wir mussten auf Herrn Barthels Dreierboot (Kanadier) warten. In einem Bootshaus in Meißen konnten wir uns umziehen und dann ging's zum Bahnhof. (Die Boote kannten wir vorerst in dem Bootshaus lassen.) Auf dem Bahnhof fanden die Autoren in Herrn und Frau Barthel neue Eltern, denn das erwies sich für den Fahrkartenpreis als sehr günstig. Wir glauben, dass alle Paddler diese Tour toll fanden, doch trotzdem waren wir froh, wieder zu Hause zu sein.

Sophia Däumer und Helena Erlbeck, 7a